Ruine Pfefferbüchsel
Hoch über Mödling, auf dem geheimnisvollen Kalenderberg, ragen die Mauern der Ruine Pfefferbüchsel wie ein vergessenes Relikt aus einer anderen Zeit empor. Errichtet wurde sie 1818 als romantische Johannes- oder Pilgerkapelle im Landschaftspark von Fürst Johann I. von Liechtenstein – bewusst als malerische „Ruine“ geplant. Ihr eigenwilliges Dach, das an eine Gewürzdose erinnerte, brachte ihr bald den volkstümlichen Namen „Pfefferbüchsel“ ein. Im Revolutionsjahr 1848 wurde die Kapelle zerstört, und seither erzählen ihre zerbrochenen Mauern von Aufruhr und Vergänglichkeit. Heute wirken die restaurierten Überreste wie eine Bühne für Entdecker, die zwischen Wald und Felsen ein Stück romantischer Geschichte erwandern.
